Handball: TSV Dormagen – TV Großwallstadt (24:35)
Eines vorweg, ich musste mir erst einmal 36 Stunden Zeit lassen um etwas Vernünftiges über das Spiel zu schreiben. Meine Enttäuschung war schon ziemlich groß, als ich meinen TSV am Samstag sang und klanglos gegen einen TV Großwallstadt untergehen sah, der aktuell wohl sicherlich nicht zu den Top-Mannschaften der 1. Handball Bundesliga zählt.
Trotzdem, genau dieser TV Großwallstadt hat einen ca. 3,5 mal so großen Etat wie der TSV Dormagen und man muss das Ergebnis damit relativieren. Natürlich kann man diesen Umstand jetzt nicht als Entschuldigung nehmen.
Am Samstag lief einfach nichts beim TSV und wenn man schon kein Glück hat kommt meistens auch noch Pech in Form von etlichen vergebenen Chancen hinzu. Weder Angriff noch Abwehr hatten Normalform und die Integration des Sebastian Linder braucht eben auch ihre Zeit. Auch das Torhütergespann Kurth / Feshchanka konnte keine Akzente setzen. Eigentlich blieben alle Spieler mit Ausnahme von Michiel Lochtenbergh (9 Tore) hinter den Erwartungen zurück. Ich bin mir aber sicher, dass das nur eine Kopfsache ist. Man wollte einfach zuviel und ist dann ins offene Messer der Großwallstädter gelaufen. Deshalb sollte man jetzt auf gar keinen Fall den Kopf in den Sand stecken. Die Pfiffe aus dem Publikum können auch nur von Leuten kommen, deren Erwartungshaltung nicht den Realitäten entspricht. Der TSV hat nun mal „nur“ einen Zweitliga-Etat und die Truppe muss noch einiges lernen. Dafür gibt die Mannschaft aber auch alles, auch wenn alles wie am Samstag zu wenig war.
Also Mund abwischen und rauf nach Hamburg. Wehrt Euch tapfer!

