Schlaflabor, die Zweite

Gestern trat ich meine zweite Nacht im Schlaflabor an. Dieses Mal wurde ich etwas früher verkabelt. Die Verkabelung ist eigentlich die gleiche wie zuvor, außer dass die beiden Elektroden an den Beinen und der Nasenschlauch nicht mehr benötigt wurden.

Jetzt kam endlich mein CPAP-Gerät das Phönix 2 der Firma Heine + Löwenstein zum Einsatz, welches mir am morgen so spärlich erklärt wurde. Der freundliche für die Verkabelung zuständige Mitarbeiter erklärte mir aber jetzt das Gerät etwas genauer. Mittels CPAP-Gerät werden meine Atemwege in der Nacht kontinuierlich unter Druck gesetzt, damit die im Schlaf erschlaffte Hals- und Rachemuskulatur meine Atemwege nicht verschließen kann. Das hatte ja zur Folge, dass ich im Schlaf bis zu 27 Atemaussetzer pro Minute produzierte.

Die kontinuierlich zugeführte Atemluft wird durch das Gerät angesaugt und über einen Schlauch und eine Nasenmaske in meine Atemwege gepumpt um den Druck aufzubauen. Man atmet gewöhnlich durch die Nase auch wieder in die Maske aus. Die Maske hat ein Ventil, das die überflüssige Luft entweichen lässt. Am Anfang waren die Geräusche, die dadurch entstehen auch relativ leise. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich allerdings noch nicht, dass meine CPAP-Gerät über eine so genannte Ramp-Funktion verfügt. Der Ramp-Effekt bedeutet nichts anderes, als dass der Druck am Anfang geringer ist (um besser einschlafen zu können) und dann kontinuierlich bis auf das erforderliche Maß erhöht wird. Ich schaute also noch ein wenig Fernsehen und drehte mich dann rum um einschlafen zu können. Nach einiger Zeit gelang mir das dann auch und ich schlief wohl so zwei Stunden. Als ich dann aufwachte, war ich doch etwas überrascht. Der Druck hatte sich wohl erhöht und damit die Geräusche auch verstärkt. Ich kann es in etwa so beschreiben: Wenn man sich im Haus aufhält und draußen ein kräftiger Sturm tobt, hört sich das so ähnlich an. Das erschwerte natürlich mein erneutes Einschlafen ein wenig, aber nach einer gewissen Zeit schlief ich trotzdem. Leider habe ich nicht gewusst, dass ich die Ramp-Taste am Gerät einfach hätte drücken sollen und dann wäre ich wieder mit dem niedrigeren Druck gestartet und die Geräuschkulisse wäre angenehmer gewesen. Trotzdem hatte ich in der Nacht drei Schlafphasen bis ich so um 5:45 Uhr wieder von den Kabeln befreit wurde. Ich fühlte mich auch schon merklich ausgeschlafener wie in der Nacht zuvor. Auch der Mitarbeiter des Krankenhauses, der die Werte in der Nacht beobachtete, sagt ich hätte ganz gut geschlafen! Sehr schön!!!!!

Nach dem Frühstück kam dann auch wieder der zuständige Arzt und erklärte mir jetzt auch noch mal ein paar Kleinigkeiten zu dem Gerät und gab es mir mit nach Hause.

Die in der Nacht gesammelten Daten werden dann per FTP an meine zuständigen Arzt übertragen, bei dem ich am Montag einen Termin habe.

Fazit für die erste Maskennacht:

Das Ganze ist gewöhnungsbedürftig aber machbar. Die Unannehmlichkeiten, die die Maske macht, stehen in keinem Verhältnis zu den gesundheitlich positiven Effekten. Ich bin überzeugt davon, dass ich nach eine Eingewöhnungsphase von zwei bis drei Wochen die Maske und die Geräusche kaum noch merke. Bin jetzt aktuell mal gespannt wie ich mit dem Teil am Wochenende erstmals in meiner gewohnten Umgebung zurecht komme. Später dazu mehr…

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