Erste Nacht im Schlaflabor

Gestern Abend begab ich mich pünktlich ins Schlaflabor. Um 21:00 Uhr sollte ich mich im Krankenhaus einfinden. Da mein Schlaflabor-Platz von dem Internisten/Kardiologen betrieben wird, der mir das Screening-Gerät mit nach Hause gegeben hatte, brauchte ich mich nicht im Krankenhaus anmelden, sondern konnte direkt auf die entsprechende Station gehen. Ein freundlicher Krankhausmitarbeiter, der auch über Nacht meine Werte kontrollierte, wies mir mein Zimmer zu. Er fragte mich, wann ich so normalerweise schlafen gehe und wir einigten uns darauf, dass er mich um ca. 23:00 Uhr verkabeln würde.

Die ganze Verkabelung dauerte dann ca. 15 Minuten. Insgesamt wurden (von mir geschätzte) 25 Kabel bzw. Elektroden etc. angelegt. Es werden EKG, EEG über mehrere Elektroden auf Brustkorb und Kopf überwacht. Zusätzlich kontrolliert man über eine kleine Fingerklemme den Sauerstoffgehalt meines Blutes. Ein Bauch und ein Brustgurt ermitteln die Daten für meine Atmung und die eingeatmete Menge wird über eine kleine Nasenklammer gemessen. Zusätzlich wird im Kehlkopfbereich ein kleines Mikrofon angebracht, was meine Schnarchgeräusche auffängt. Auf dem Brustkorb wird noch ein Lagesensor installiert, der festhält wie ich liege. Zum Schluss dann noch zwei Elektroden die meine Beinbewegungen kontrollieren. Ich hoffe ich habe nichts vergessen. Alles in Allem, eine Menge Kabel die die Bewegungsfreiheit doch erheblich einschränken. Die ganzen Daten werden dann aufgezeichnet und auch von dem Krankenhausmitarbeiter auf verschiedenen Monitoren in der Nacht beobachtet.

Leider störte mich der ganze Kabelsalat doch sehr und meine tatsächliche Schlafzeit würde ich auf ca. zwei bis drei Stunden schätzen. Um 5:30 Uhr wurde ich dann auch der lästigen Kabel entledigt. Meine Sorge war, ob das für eine vernünftige Auswertung reichen würde?

Die Antwort bekam ich dann prompt um ca. 9:00 Uhr als der zuständige Arzt mit dem für mich vorgesehenen CPAP-Gerät mein Zimmer betrat. Wie schon durch das mobile Screening-Gerät festgestellt, hatte ich auch in dieser Nacht wieder etliche Atemaussetzer und gehöre jetzt auch offiziell zu den Schlafapnoikern. ;-) Genauere Daten erwarte ich mir von dem Gespräch mit dem Internisten/Kardiologen, was noch am kommenden Montag stattfinden wird.

Die Einweisung in das Gerät die ich erwartet hatte, war jedoch mehr als knapp und bestand daraus, dass der Arzt das Gerät einschaltete und mit etlichen Tastendrücken einstellte. Dann sollte ich die zugehörige Nasenmaske aufsetzen. Sofort bemerkte ich den leichten Druck mit dem mir die Raumluft durch die Nase in die Lungen geführt wurde. Beim Sprechen dann eine kleine Überraschung für mich. Die durch die Nase zugeführte Luft entweicht dann durch den Mund. O.K. daran muss man sich wohl ein wenig gewöhnen. Mir wurde dann noch mitgeteilt, dass ich die Maske dann heute Abend im Schlaflabor zum ersten mal verwenden solle und für den Rest des Tages frei habe.

Schön, nun sitze ich hier und schreibe meinen Erfahrungsbericht und bin gespannt wie ich heute Nacht mit der Maske klar komme und hoffe auf ein wenig mehr Schlaf und werde hier berichten. Zum Glück habe ich mir für heute frei genommen, da ich doch einigermaßen von der letzten Nacht geschlaucht bin.

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