Faszinierende Bilder unserer Nachbargalaxie Centaurus A
Den Radioastronomen des Max-Planck-Institutes für Radioastronomie in Bonn, ist es gelungen ein faszinierendes Bild unseren Nachbargalaxie Centaurus A zu erstellen, dass die Vorgänge um das in deren Zentrum befindliche Schwarze Loch sehr schön darstellt.
Die Radioastronomen bedienten sich dabei dem Atacama Pathfinder Experiment Teleskop und kombinierten die Ergebnisse aus dem optischen und Röntgenwellen-Breich.
Das Ergebnis sehen wir hier: (Zum Vergrößern anklicken!)

Bildrechte: ESO/WFI (optisches Bild), MPIfR/ESO/APEX (A. Weiß et al. (Submillimeterbild); NASA/CXC/CfA (R. Kraft et al.): Röntgenbild
Das Bild zeigt im Vordergrund Sterne aus unserer Milchstraße und die schon erwähnte Galaxie NGC 5128 (Centaurus A). Centaurus A ist von einem Staubband umgeben, welches leider den Blick in deren Zentrum versperrt. Das gilt allerdungs nur für den Breich des sichtbaren Lichtes.
Centaurus A liegt „nur“ ca. 13 Millionen Lichtjahre von unserer Galaxie entfernt und verschmilzt gerade mit einer spiralförmigen Begleitgalaxie. Bei diesem Vorgang entstehen wieder neue Sterne mit einer ungewöhnlich hohen Rate. Diese Abläufe lassen sich am besten durch Radioteleskope beobachten. Wenn unsere Augen Radiowellen wahrnehmen könnten, so würde uns Centaurus A ungefähr 16mal so groß wie der Mond am Nachthimmel erscheinen. Die Hauptaktivität im Radiobereich wird durch eine sehr massereiches schwarzes Loch im Zentrum der Galaxie erzeugt.
In der Abbildung sieht man dann auch sehr schön die aus dem Zentrum herausgeschleuderten Hochgeschwindigkeits-Radiojets die wiederum von der Existenz des schwarzen Loches im Zentrum zeugen. Der die Galaxie umgebende Staubring versperrt wie schon erwähnt die direkte Sicht auf das Zentrum. Da hier aber auch im Submillimeter-Bereich aufgenommen wurde, sieht man hier nicht nur die thermische Strahlung sonder auch die Strahlung von den so genannten inneren “Radio Lobes” nördlich und südlich von der Staubscheibe. So lässt sich feststellen, dass das Material in den Jets mit halber Lichtgeschwindigkeit aus dem Zentrum herausgeschleudert wird.
Es ist immer wieder faszinierend zu sehen welche fantastischen Vorgänge sich auch in „unmittelbarer“ Nähe unserer Heimatgalaxie der Milchstraße abspielen.

